Fotograf mit Leidenschaft aus Heidelberg

Ich fotografiere nicht, weil ich muss. Ich fotografiere aus Leidenschaft. Ich lebe weder für noch von der Fotografie. Ich lebe mit Fotografie. Fotografie lebt mit mir. Sie begleitet mich. Eine Videokamera ist fortwährend hierbei. Als Fotografie-Trainer und -autor ist sie Teil meines Berufslebens, nichtsdestotrotz als dieser kann ich Fotografieren was, wie und wodurch ich möchte – eine Freiheit die andernfalls bloß Hobbyfotografen haben. Eine wunderbare Freiheit! Ich fotografiere, weil mich eine immense Leidenschaft für den Akt des Fotografierens beseelt. Ich liebe es Ausschau nach bemerkenswerten Szenen zu halten, mich ganz den Dingen um mich herum zu öffnen und zum Entdecker von Motiven zu werden. Ich liebe die Optik, die Haptik und den Klang meiner Videokamera. Ich liebe es mit einem Messfeld, händisch oder durch Fingertipp den Fokuspunkt zu ermitteln, liebe die Überlegung welche Blende das Motiv am förderlichsten zur Geltung bringt und die Suche nach der perfekten Belichtung. Fotografie bringt mich zum Flow. Die Aufnahme ist angenehmer Nebeneffekt. Das mag für zielorientierte Menschen befremdlich klingen. Ich bin nicht gesondert zielorientiert. Das lautet nicht, dass ich keine Ziele habe. Aber ich bevorzuge Ziele, zu denen ein mich reizender Weg führt. Oder umgekehrt: Ich mag keine Ziele, die mich zu Wegen unerlässlichen die mir zuwider sind. Ebenso wenn es abgedroschen klingen mag: Der Weg ist mein Ziel. Die Zielsetzung überdies ist allein das Finale des Weges. Um es sportlich auszudrücken: In diesem Fall sein ist alles! Ein Ziel ist für mich tendenziell Perspektive als unabänderliches Endresultat. Manchmal ist das Ziel überdies der Ort an dem ich mich gerade befinde. Neben meinen Leidenschaften für das Schreiben und das Fotografieren habe ich etwa ebenfalls eine Leidenschaft fürs Fahren. Mein Automobil hat in diesem Fall ausgeprägt mit meiner Sicherheitskamera gemein: Der winzige Roadster gehört nicht zu den stärksten, er ist nicht der schnellste, ich kann mit ihm weder ins Gelände noch viele Menschen oder immense Dinge transportieren. Aber er vermittelt mir ebenfalls wie meine Sicherheitskamera eine unbeschwerte Leichtigkeit. Ich mag sein Designkonzept, seine Haptik, seinen Sound. Ich könnte nicht mehr Freude am Fahren haben, wenn es ein Ferrari oder Aston Martin wäre. Personen, für die an erstmalige Stelle Größe zählt, für die mehr fortwährend mehr ist, größer besser ist und die erst zufrieden sind, wenn es nichts mehr gibt was noch besser sein könnte (sprich also: nie), werden genauso das nicht verstehen. Wenn man einigen Fotografen zuhört, könnte man glauben vor der letzten Photokina wäre keine qualitativ akzeptable Fotografie denkbar gewesen. Alles was hinsichtlich Rauschverhalten, Auflösung und Kontrastumfang nicht State of the Ausprägung ist, ist des fotografischen Einsatzes unwürdig. Warum soll heute unbrauchbar sein was vor diversen Annos des Profis Topqualität war? Die technologische Brillanz die mit den neuesten Hightech-Werkzeugen zu erreichen ist, ersetzt weder Inspiration noch Emotion. Die Qualität einer Fotografie lässt sich nicht in Linienpaaren via Millimeter registrieren, die Vergnügen am Fotografieren bereits in keinster Weise. Natürlich sei es jedem belassen auf diese Weise ausgeprägt Freude an technischen Spielzeugen und beim Abzählen von Linien durch Millimeter zu haben wie er möchte und es ist nichts Verwerfliches daran für Fineart-Prints das letzte Quäntchen Detailreichtum aus seiner Ausstattung kitzeln zu möchten. Ich finde es trotz alledem müßig den bestimmten Güte an eine hypothetisch erzielbare Maximalqualität zum Kreuzzug zu erklären und zu glauben jeden der zusätzliche Ansprüche hat zum rechten Weg bekehren zu müssen! Fotografie besteht nicht lediglich aus Megapixel, Dynamikumfang und High-ISO. Fotografie ist ein kreativer Prozess und eine Kunstform und ihre Güte vermisst sich eben sowenig am eingesetzten Werkzeug wie sich die Qualität eines Gemäldes am verwendeten Pinsel ermittelt. Ich möchte mich fotografisch nicht unnötig abmühen. Ich liebe die Leichtigkeit der Fotografie, die mir meine Kameras geben, was bloß gemeinschaftlich mit den konkurrenzlos kompakten Objektiven wahrscheinlich ist. Ihr Volumen schmiegt sich optimal in meine Hände, die verwendeten Materialien geben ihnen im Verhältnis zur Größe ein überaus sattes Gewicht und indes ist es auf diese Weise gering, dass es sich im wahrsten Sinne des Wortes unbeschwert fotografieren lässt. Dass ich dieses Thema in meinem Blog ständig aufnehme, liegt nicht daran, dass ich mich auf einer Mission gegen Vollformat befinde. Ganz im Gegenteil! Wenn ich in einer Mission auf Achse bin, darauf folgend im Namen der Vielfalt. Die verschiedenartigen Systeme haben wie bereits auf diese Weise oftmals geäußert Vor- und Nachteile. Die breite Auswahl an Konzepten erlaubt jedem das zu finden, was er benötigt.